Unsere eigene Anzucht – wie war das noch mit dem Torf und so?


Unsere Aussaaten in der Anzucht sind in vollem Gange. Das Gewächshaus in Wackershofen ist voll mit vielen kleinen Pflänzchen und es sieht herrlich grün aus. 🙂

Wenn man nun da so sät und sät, kommen auch immer wieder Gedanken auf. Positive: Wir können selbst unser Saatgut (samenfest) bestimmen, sind nicht von riesigen Jungpflanzenfirmen abhängig, legen jedes Korn mit Hand ab, sehen unsere Gemüsepflanzen von Anfang an wachsen, können viel Einfluss nehmen, in welcher Erde unsere Samen keimen…. Doch da kommt schon der negative Gedanke: Ohh der Torf, wie furchtbar ist die große Ausbeutung der Erde durch den Abbau der Moore, um den Torf zu gewinnen! Es ist nicht vertretbar als nachhaltig und Klima schützender Mensch. ABER jeder versucht sein Bestes und kann die Welt nicht auf einmal retten! Es muss Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehen.

Deshalb gehen wir in unserer Solawi Anzucht diesen Weg so wenig wie möglich und versuchen, nur so viel wie nötig torfhaltiges Anzuchtssubstrat zu verwenden. Die Bio-Anzuchterde-Hersteller sind seit Jahren auf Hochtouren am forschen, was in der Anzucht als Torfersatz genommen werden kann. Es braucht bestimmte Eigenschaften, sonst wächst der Same nicht wie er sollte: Der Same bracht Luft und Wasser. In keinem anderen Material hat man bisher die Luftigkeit und Wasserhaltevermögen gefunden, die Torf gewährleistet. Aber es gibt Versuche mit Holzfasern, Kokosfasern, usw. Bis es eine gute Alternative gibt verwenden wir nur zur ersten Keimung torfhaltige Anzuchterde. Wenn es zum Topfen von Tomaten, Gurken, Paprika und so weiter geht, wollen wir torffreie Erde benutzen. Der Hersteller von unserer Bio-Anzuchterde hat immerhin bereits über 30% den Torf ersetzt.

Schritt für Schritt gehen wir neue Wege um unsere Erde zu schützen!

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