Rundbrief – März 2025

Liebe Ernteteilende, Freunde, Bekannte und Förderer,

lang ist es her seit unserem letzten Rundbrief. Im vergangenen Jahr mussten wir immer wieder feststellen, dass weiterhin der Aufbau tragender Strukturen an der Reihe war – allem voran die Findung in unsere neue Team-Konstellation und in die individuellen Rollen. Seit letztem Jahr hat sich das Team verkleinert, wodurch naturgemäß weniger Ressourcen für manches zur Verfügung stehen, das wir neben der eigentlich gärtnerischen Arbeit gerne auch leisten würden. Da heißt es aber: durchatmen und konzentrieren auf das, was gerade am Wichtigsten ist.

Sehr beschäftigt hat uns auch der Gründungs- und Eintragungsprozess unserer Genossenschaft, der Solawi Hall eG. In der ersten Jahreshälfte hat sich die Aufbereitung der Gründungsunterlagen hin gezogen, im späten Sommer des Jahres konnten wir dann endlich alles zur offiziellen Prüfung einreichen. Dort lag es dann wieder eine ganze Weile, bis wir nun im Januar Bescheid bekommen haben: die Gründungsprüfung ist bestanden und die Solawi Hall eG kann offiziell als juristische Person eingetragen werden und die Geschäfte aufnehmen! Wir waren echt erleichtert, hingen doch viele Entscheidungen und Möglichkeiten an diesem letzten offiziellen Schritt.

Was bedeutet das jetzt?

Die Solawi Hall eG löst nun den alten Betrieb, der bisher noch auf den Namen von Familie Laiblin angemeldet war, ab und kann nun als offizieller Vertragspartner in Erscheinung treten. Ab sofort gehört die Gärtnerei mit all seinem Inventar ganz real der Genossenschaft, also euch! Mit euren Genossenschaftseinlagen beteiligt ihr euch an dem Aufbau und der Entwicklung der Gärtnerei, indem ihr Geld zur Verfügung stellt, mit dem Maschinen und Geräte, Gewächshäuser, Bewässerungstechnik und dergleichen angeschafft werden. So können wir gemeinsam eine Gärtnerei auf die Beine stellen, in der die Gärtnerinnen und Gärtner unter guten Arbeitsbedingungen wirtschaften und eine langfristig nachhaltige Bodenbewirtschaftung betreiben können, ganz ohne Bankkredite, Zinsen und Risiken für einzelne Personen. Das unterscheidet uns von der Situation in der sehr viele einzelne Landwirte sind, die ihren hohen Kapitalbedarf oft nur durch hohe Verschuldung, hohem Einsatz eigener Mittel und hohem Risiko verwirklichen können.

Als Mitglied in der Genossenschaft habt ihr ein Stimmrecht auf der Generalversammlung, so dass ihr ganz aktiv an der Gestaltung und Entwicklung der Gärtnerei und des Anbaus mitwirken könnt.

Wir unternehmen es gemeinsam nach der Devise: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.

Mehr Information zur Genossenschaftsmitgliedschaft und was sie konkret bedeutet erfahrt ihr HIER.

Wir planen damit, ab Sommer auch wieder weitere Ernteteiler aufzunehmen. Meldet euch bei uns für einen Platz auf unserer Warteliste.


 

Das Team

Ein wichtiger Erfolg im vergangenen Jahr war auch unsere Neufindung als Team, braucht doch jede gelingende Unternehmung auch einen Kern an Menschen, die sie entwickeln und aufbauen möchte. Wir sind sehr glücklich sagen zu können, dass wir diesen Kern gefunden haben: Nico, Franziska, Nora und Josef werden für euch weiterhin Gemüse anbauen und die Gärtnerei gestalten. Pina, unsere Auszubildende, hat nun ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und will reisen gehen, bevor sie ihre Hände wieder in die Erde steckt. Es ist klar, dass Josefs Zeit bis zur Rente absehbar ist und wir bedauern es sehr, ihn als erfahrenes und wertvolles Mitglied unseres Teams bald verabschieden zu müssen. Gleichzeitig halten wir die Augen offen nach einem oder einer NachfolgerIn. Als Kernteam entwickeln Franziska, Nora und Nico nun gemeinsam eine langfristige Vision unseres Anbaus und des Ortes, unserer Gärtnerei in Wackershofen.

Aber nicht nur als Team beschäftigen wir uns mit der Frage, wohin sich die Solawi Hall entwickelt: weiterhin treffen wir uns regelmäßig mit dem Beirat, um wichtige Themen und Zukunftsausrichtungen zu bewegen. Und eine kleine Gruppe um die Gestaltung des gemeinschaftlich genutzten Bereiches am Acker, die „Ackerfeen“, planen und sorgen zum Beispiel dafür, dass die Gärtnerei auch für euch einladend ist, dass es einen schönen Platz für Lagerfeuer gibt und dass die Gärtner Schatten haben.


 

Gemeinsam Ackern

Die Zukunft unserer Solawi-Gemeinschaft- (m)eine Utopie

Den Acker zu einem Zuhause für Alle machen – von Mikroorganismen, über Insekten, Kleintiere, Vögel, Hase, Wild und Mensch.
Jetzt, vor der zweiten gemeinsamen Anbausaison ist es für uns wichtig weitere Grundlagen zu schaffen. Das bezieht sich zum Einen auf Organisatorisches, zum Anderen geht es darum unsere Werte, Vorstellungen und Visionen im Team zu teilen. Eine Redekultur zu etablieren, Mechanismen zur Stressbewältigung zu schaffen, damit wir am Ende dieser Saison nicht selbst am Ende unsere Kräfte sind und auch langfristig den Ort und uns als Team gemeinsam entwickeln können und wollen.
Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl nach meinem ersten Teamtreffen, an die Energie und Zuversicht. Es ist ja auch noch nicht so lange her. Was mir vor allem gut dabei getan hat war die Gemeinschaft mit den Anderen. Mir ist bewusst geworden, dass wir uns gemeinsam auf den Weg machen, dass wir alle in die selbe Richtung möchten.
Die Energie aus dem zweiten Meeting hat mich dazu bewogen, morgens um kurz vor 6 aus dem Bett zu steigen und einen Text für euch zu verfassen. Denn was in diesem Teamtreffen ganz klar geworden ist, ist, dass wir euch Ernteteiler dabeihaben wollen! Es geht dabei nicht darum, euch lediglich als Arbeitskräfte zu gewinnen, sondern darum, dass sich ein jede/r von euch in der Gärtnerei Zuhause fühlt. Der Acker soll ein lebendiger Ort sein, an dem es mehr als nur Gemüse in Reihen gibt.
Wir träumen davon, dass der Acker am Wochenende Ausflugsziel ist, ihr mit euren Familien und Freunden vorbeikommt, um den tollen Ort zu genießen. An einer Blume schnuppert, einen Schnittlauchstängel knabbert, zufällig alte Freunde trefft oder neue Bekannte macht. Dass die Kinder schon in ihrem Lager verschwunden sind und diesmal hoffentlich mit einer dünneren Matschschicht als letztes Mal wieder auftauchen. Am Abend wird diese dann gekonnt beim ums Feuer tanzen getrocknet. Für den nun großen Hunger wird rege Stockbrot verbrannt und, nachdem die Kohleschicht mit dem Taschenmesser halbwegs abgekratzt ist, mit Genuss verspeist. Die nun getrocknete Matschschicht blättert mittlerweile schon von alleine ab. Das Feuer knistert, es wird gelacht, jemand holt eine Gitarre hervor und der Tag ist gerade noch ein bisschen schöner geworden.
Das ist meine kleine Utopie. Wir wollen euch dazu einladen eure Eigenen zu erschaffen und zu erleben. Dass ihr mit uns und miteinander den Acker zu unserem gemeinsamen Ort, für kleine Utopien und ein großes Miteinander macht.
Wir wollen bei den Mitmach-Samstagen mehr Möglichkeiten zum Austausch und gemeinsamen Zeit verbringen schaffen. Auch wenn ihr, aus welchem Grund auch immer, nicht beim Helfen auf dem Acker dabei sein könnt – es ist EURE Gärtnerei, und wir freuen uns darauf, euch beim gemeinsamen Mittagessen, auf dem nächsten Fest oder wann auch immer zu sehen.

Bis hoffentlich ganz bald,
Nora


Pinas Jahresarbeit

Unsere Auszubildende Pina hat einen Bericht über ihre Jahresarbeit geschrieben, in der sie sich mit der Vermehrung von Kürbissen zur Erzeugung von Saatgut beschäftigt hat. Mit dem Projekt sollte geprüft werden, ob sich die eigene Vermehrung im Vergleich zum Saatgutpreis für uns als kleinen Betrieb lohnt. Dabei wurden verschiedene Kürbissorten von Hand bestäubt, um eine Kreuzung und das Auftreten von Bitterstoffen zu vermeiden, und es konnten trotz kleinerer Schwierigkeiten einige Samen geerntet werden.

Den ausführlichen Bericht könnt ihr im Artikel „Saatgutvermehrung von Kürbis“ nachlesen.


Unser Anbau 2025

Jede Saison ist anders, was es von uns als Gärtner erfordert, zu improvisieren und spontan zu reagieren. Manches gelingt wie geplant, während anderes weniger gut klappt. Insbesondere auf unserem Standort mit dem Boden, den wir einfach noch nicht in seiner Gänze verstehen, sind wir immer wieder herausgefordert, kommen aber auch jedes Jahr ein Stückchen weiter in dem Verständnis, wie wir hier gut anbauen können und das Gemüse gesund wächst.

Einen sehr großen Gewinn hat unser Gewächshaus gebracht, das gerade rechtzeitig fertig wurde, denn im Januar 2024 und im folgenden Frühjahr fing die Folie der alten Folientunnel an, einzureißen und wurde von nachfolgenden Stürmen nach und nach zerlegt. Seitdem freuen wir uns immer über die Möglichkeiten, die das Gewächshaus uns bietet und wir denken auch manchmal schon an eine mittelfristige Erweiterung, denn eine stabile Versorgung braucht geschützte Anbauflächen. Die Sanierung der alten Folientunnel haben wir nun länger bewegt und wollen hier vorerst wenig investieren um sie wieder brauchbar zu machen, damit sie in einigen Jahren auch durch etwas Stabileres und besser Nutzbares ersetzt werden können.

Neu war auch die Anlage unseres „Marktgartens“ in 2024, ein Bereich den wir intensiver bepflanzen und dort deshalb viel Handarbeit machen. Das ist zwar teilweise arbeitsaufwendiger, aber auch bodenschonender, wodurch wir uns einen schnelleren Bodenaufbau versprechen. Hier können wir uns auch besser um das Gemüse kümmern und haben es mehr im Blick als im Feldgemüse. Außerdem bietet uns der Bereich mehr Möglichkeiten, da wir flexibler in der Einteilung der Teammitglieder sind und niemand gebraucht wird, der sich mit unserem Traktor und den Geräten auskennt. Handarbeit war im Gemüsebau lange normal und kommt seit einigen Jahren, angetrieben durch eine moderne und professionelle Bewegung aus den USA und Europa, zurück.

Eine dicke Kompostauflage und ein Zudecken über die Wintermonate soll ermöglichen, dass hier schon früh gepflanzt und gesät werden kann, wenn es für den Traktor noch zu nass ist. Diese Methode haben wir uns von der Gärtnerei im Schloss Tempelhof abgeschaut und fanden die Ergebnisse schon sehr vielversprechend. In diesem Jahr erweitern wir die Fläche des Marktgartens und freuen uns schon sehr auf die ersten Aussaaten und Pflanzungen und sind gespannt auf die Erfahrungen mit der neuen Fläche.

Ein besonderes Problem war 2025 die Nässe: anhaltende Regenfälle und Fluten waren das Thema im Frühjahr. Beste Bedingungen für Schnecken, sich explosionsartig zu vermehren. So haben wir Schnecken in einem nie gekannten Ausmaß um uns herum gehabt, die uns einige Beete mit frisch gepflanztem Gemüse, aber auch den kompletten, frisch gekeimten Satz Lagermöhren vertilgt haben. Eine spätere, nachträgliche Aussaat gelang uns dann zum Glück noch.

Manche Kulturen wie der Kürbis haben es uns nicht verziehen, dass wir ihn wegen des anhaltend nassen Bodens erst spät und unter widrigen Bodenverhältnissen gepflanzt haben. Und auch Mäuse gab es in einer Anzahl, die uns schier ratlos gemacht hat. Zum Glück kam gleich die Initiative einiger Ernteteiler, Greifvogelstangen aufzustellen, die auch direkt einen sichtbaren Effekt gebracht haben. Seitdem kreisen regelmäßig etliche Greifer über unserer Fläche oder sitzen auf ihren Posten, auf der Suche nach einer Mahlzeit. Zwar hatten wir nun mit genügend Kulturschutznetzen gegen die Möhrenfliege etwas unternommen, unter den Netzen fühlten sich die Mäuse aber auch wohl und stürzten sich auf das Wurzelgemüse. Deshalb hatten wir in dem Jahr mit Möhren und Rote Bete alles in allem nicht so viel Erfolg.

Zukünftig wollen wir für vielfältige Strukturen auf der Fläche sorgen, um natürliche Feinde der Mäuse und Schnecken zu fördern. Kurzfristig müssen wir unsere Bodenbearbeitung und die Pflege der Flächen so anpassen, dass Mäuse und Schnecken gestört werden und sich nicht mehr so massiv vermehren. Einen wichtigen Schritt dahin haben wir mit unserer Heckenpflanzung im November gemacht. Zusammen mit 30 Helferinnen und Helfern haben wir an einem Samstag 600 Bäume und Sträucher gepflanzt. Die so entstehende Hecke soll Nahrung und Unterschlupf für Kleintiere, Vögel und Insekten bieten, die sich vor Ort ansiedeln und für ein ökologisches Gleichgewicht auf der Fläche sorgen.

Laut Untersuchungen soll sich durch das Anlegen von vielfältigen Strukturen auf landwirtschaftlichen Flächen die Artenvielfalt innerhalb kurzer Zeit um das bis zu sechsfache erhöhen! Mit unserer Ernährung sind wir als Teil eines Ökosystems angewiesen auf eine vielfältige und stabile Artengemeinschaft. Wunderbar, dass wir hierzu einen so konkreten Beitrag leisten konnten.


Die Glasflügelzikade

Ein aufkommendes Problem für die Landwirtschaft

Die Glasflügelzikade (Homalodisca vitripennis), ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat sich durch den globalen Handel und den Klimawandel ausgebreitet und in vielen Landwirtschaftlichen Regionen an Bedeutung gewonnen. Sie ist ein kleiner, aber zunehmend besorgniserregender Schädling. In Deutschland wurde die Glasflügelzikade bereits in mehreren Bundesländern nachgewiesen, insbesondere in wärmeren Regionen wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Diese Gebiete bieten durch ihr mildes Klima ideale Bedingungen für die Zikade, um sich anzusiedeln und auszubreiten.

Kleine Schilf-Glasflügelzikade überträgt neue Rübenkrankheit | Industrieverband Agrar

Die Glasflügelzikade ist bekannt für ihre charakteristischen, durchsichtigen Flügel und ihre Fähigkeit, sich schnell zu vermehren. Sie ernährt sich von Pflanzensäften, was zu einer Schwächung der Pflanzen führt und ihre Anfälligkeit für Krankheiten erhöht. Leider überträgt die Zikade diese Krankheiten auch gleich, die bei verschiedenen Kulturpflanzen erhebliche Schäden verursachen können. Als Zuckerrüben-Anbaugebiet gilt unsere Region als Hotspot, denn hier hat sie – auch aufgrund von einer geringen Anbauvielfalt – beste Bedingungen sich zu vermehren. Auch unser Partnerbetrieb Bühl, der uns seit zwei Jahren mit Kartoffeln versorgt, ist von den Schäden, welche das Insekt verursacht betroffen und erfährt seit 2023 stark verringerte Erträge und Erntequalitäten.
Die Herausforderungen, die die Glasflügelzikade mit sich bringt, sind vielfältig. Mit dem fortschreitenden Klimawandel und den damit verbundenen milderen Wintern ist zu erwarten, dass sie sich in neuen Regionen ansiedeln, ihre Populationen weiter ausbreiten wird und sie weitere Wirtspflanzen befällt. Die Zikade wurde mittlerweile auch in Roter Bete und Möhren nachgewiesen, was besonders für unseren Anbau zur Herausforderung werden kann. Bis jetzt sind keine Mittel bekannt, sie von den Pflanzen fern zu halten oder zu bekämpfen, ob im ökologischen oder konventionellen Anbau. Im kleinstrukturierten Gemüsebau haben wir zum Glück unsere Kulturschutznetze, mit denen wir die Möhren sowieso zudecken. Es ist also möglich, dass unser eigener Anbau demnächst vermehrt durch die Glasflügelzikade beeinflusst wird. Wir haben als kleiner Betrieb mit vielfältigen Kulturen den Vorteil, durch diesen Schädling keine Totalausfälle unserer gesamten Ernte fürchten zu müssen. Jedoch sind Möhren und Rote Bete wichtige Lagerkulturen, die uns durch den Winter bringen sollen. Der Anbau dieser Kulturen wird wahrscheinlich deutlich zeitaufwendiger und unsicherer werden, da Netze gekauft, Pflanzen bei jedem Hackgang auf und wieder zu gedeckt werden müssen.
Ein weiterer Vorteil, den wir als Solawi haben, ist, dass wir durch eure Unterstützung intensiv am Aufbau unseres Bodens arbeiten können. Gesunder Boden führt zu gesunden Pflanzen und gesunde Pflanzen sind weniger anfällig für Schädlinge. Gemeinsam stehen wir für eine zukunftsfähige Art der Landwirtschaft, die widerstandsfähig auch mit neuen Herausforderungen zurechtkommen kann.


Der Gemüsebau in Deutschland

Der WirGarten e.V. betreibt eine Solidarische Landwirtschaft in Lüneburg und hat vor einer Weile eine umfassende Analyse des Gemüsebaus in Deutschland veröffentlicht. Darin wird darauf aufmerksam gemacht, dass dringend grundlegende strukturelle Veränderungen nötig sind, die den Bestand heimischer Gemüsebaubetriebe sichert und das fortschreitende Verschwinden ebensolcher stoppt. Die Zahlen darin sind alarmierend: in den vergangenen 10 Jahren haben die Hälfte (50%) der Gemüsebaubetriebe in Deutschland aufgehört. Derzeit haben 75% der noch verbleibenden 5.700 Gemüsebaubetriebe in Deutschland keine Nachfolge. Gründe hierfür sind in der Regel die Arbeitsbedingungen und Preise für die Erzeuger, die für einen massiven Fachkräftemangel in der Branche verantwortlich sind. Insbesondere hierzulande verändern sich die Strukturen stark. Gerade jetzt wurde ein Offener Brief an die Anbauverbände veröffentlicht, in dem gefordert wird, dass sich die Verbände angesichts des immer größer werdenden Marktdrucks für die Produzenten, insbesondere die kleinen Betriebe, die das Rückgrat der Nahrungsmittelversorgung sind, gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel stark machen.

Ihr könnt den ganzen Artikel HIER nachlesen und einen der Vorstände des WirGarten e.V., Matti Pannenbäcker im Podcast „Boden&Leben“ von unserem Nachbarn Michael Reber hören, wie er über das Thema spricht.

Wenn wir unsere gemeinsame Unternehmung, die Solawi Hall, vor diesem Hintergrund betrachten, dürfen wir uns glücklich schätzen über das, was wir bisher erreicht haben. Unser junges Team ist motiviert, unsere Solawi langfristig weiterzuentwickeln und als wichtigen Akteur der regionalen, krisenfesten Versorgung, zusammen mit euch als Ernteteiler, aufzubauen. Dies geht nur gemeinsam – packen wir’s an!

Nach oben scrollen