Ernteanteil erwerben

GESUND. NACHHALTIG. SOLIDARISCH.

Wir teilen die Ernte von unserem Solawi-Acker sowie die Kosten. Ernteteiler/innen schließen eine Ernteteil-Vereinbarung ab und sichern so für ein Jahr die Anbaukosten. Über insgesamt acht Ernteräume im Raum Schwäbisch Hall wird die Ernte wöchentlich verteilt.

Jeder bezahlt einen frei gewählten monatlichen Betrag – jedoch sollen in Summe die Anbaukosten gedeckt werden (mehr zum Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft findest Du in unseren FAQs). Zur Orientierung kann mit folgenden Kosten gerechnet werden, um zu einem fairen monatlichen Preis für die individuelle Haushaltsgröße zu gelangen: Sockelbetrag von 40€ pro Ernteanteil + 25€ pro Erwachsenem + 10€ pro Kind. Wer aus Überzeugung mehr geben möchte, gibt mehr. Wer weniger geben kann, darf trotzdem mitmachen.

Du hast folgende Möglichkeiten bei uns als Ernteteiler/in einzusteigen, um wöchentlich frisches Gemüse zu erhalten:

DIREKT EINSTEIGEN

Für das aktuelle Anbaujahr sind alle Erntebeteiligungen vergeben. Aber du kannst dich sehr gerne schon auf die Warteliste für 2022 setzen lassen. Nimm bei Interesse unter solawi-hall@posteo.de Kontakt zu uns auf.

IM NÄCHSTEN ANBAUJAHR EINSTEIGEN

Die Vergaberunde der Ernteanteile findet regulär im November statt, da wir in dieser Zeit unseren Plan für das neue Anbaujahr finalisieren. Beim Jahrestreffen oder durch vorherige schriftliche Anmeldung können dann die Ernteanteile in einer Bieterrunde erworben werden. Der Termin zum Jahrestreffen für das nächste Anbaujahr wird rechtzeitig bekannt gegeben. Möchtest Du per Email daran erinnert werden, schicke uns gerne jetzt schon eine kurze Nachricht an solawi-hall@posteo.de.

Abholstellen

FRISCH. NACHHALTIG. WÖCHENTLICH.

Immer donnerstags, pünktlich zum anstehenden Wochenende, wird unsere köstliche, frische Ernte verteilt. Welche Gemüsesorten je Saison verfügbar sind, findest Du hier: https://solawi-hall.de/unsere-gemueseauswahl

All unser Gemüse wird nach Möglichkeit verpackungsfrei in Gemüsekisten und –netzen geliefert. Die Kisten bleiben an den Abholstellen, die Gemüsenetze dürfen mitgenommen und beim nächsten Mal wieder zurückgebracht werden. Anhand einer Übersicht vor Ort, ist beschrieben, wer wie viel Gemüse erhält. Dies richtet sich nach dem individuell gebuchten Ernteanteil. Anschließend muss das Gemüse nur noch abgewogen werden und los kann es gehen. Wichtig: Die Abholung ist von donnerstags 15 Uhr bis freitags 12 Uhr möglich.

Je nach Jahreszeit und Gemüsesorte haben wir große Mengen zu Verfügung. Nicht immer gelingt es, alles rechtzeitig bis zur nächsten Abholung zu verbrauchen. Deshalb gibt es eine sogenannte Soli-Kiste. In diese kann all das gelegt werden, was Du nicht benötigst. Ein solidarisches Prinzip, denn andere Ernteteiler können sich daran bedienen. So vermeidet man einerseits, dass das Gemüse kaputt geht und andererseits, dass es unverbraucht entsorgt werden muss.

Stolze acht Abholstellen beliefern wir mittlerweile – finde den für Dich am besten geeigneten Ernteraum:

Wackershofen

Dorfstraße 
(Dez. - April)
Solawi-Hall-Acker 
(Mai - Nov.)

Schwäbisch Hall

Egerländer Weg

Gottwollshausen

Unser Dorfladen
Hofäcker

Schwäbisch Hall

Gelbinger Gasse

Michelfeld

In den Hofäckern

Schwäbisch Hall

BIOritter GmbH
Johanniterstraße

Hessental Solpark

Geschwister-Scholl-Straße

FAQs

Solidarische Landwirtschaft

Es bedeutet, dass sich eine Gruppe privater Haushalte (Verbraucher) mit einem landwirtschaftlichen Betrieb oder einer Gärtnerei zu einer Wirtschaftsgemeinschaft zusammenschließen. So teilen sie sich gemeinschaftlich Risiko, Kosten, Verantwortung und Ernte. Der Betrieb produziert dann nicht mehr für den Markt, sondern für einen festen Kreis lokaler Abnehmer. Dadurch wird dem Erzeuger ermöglicht, sich unabhängig von Marktzwängen einer guten landwirtschaftlichen Praxis zu widmen, den Boden fruchtbar zu erhalten und bedarfsorientiert zu wirtschaften. Es profitieren also alle Beteiligte der Gemeinschaft aber auch die Natur von dieser Beziehung.

Weitere Informationen finden Sie hier:  www.solidarische-landwirtschaft.org

Die Gruppe (die Privathaushalte) garantiert die Abnahme der Erzeugnisse und finanziert die Ernte bzw. alles, was notwendig ist, um diese zu erzeugen, vor. Das heißt, dass auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten des landwirtschaftlichen Erzeugers,  sich diese Gruppe verpflichtet, jährlich im Voraus, einen festgesetzten monatlichen Betrag an den SoLawi-Betrieb zu zahlen. Im Gegenzug erhält die Gruppe die gesamte Ernte sowie weiterverarbeitete Erzeugnisse.

Jährlich wird neu errechnet, was voraussichtlich an Kosten für den landwirtschaftlichen Betrieb anfallen wird. Diese Kosten werden auf die Ernteteilenden verteilt und ein Richtwert, also was eine Erntebeteiligung ungefähr zahlen sollte, errechnet. Um den Beitrag jedoch solidarisch zu halten, findet jährlich eine Bieterrunde statt. Hier kann der einzelne Privathaushalt abwägen, mit wieviel Geld und Arbeitskraft es ihm möglich sein wird die Sache zu unterstützen. Ein Richtwert dient der Orientierung.

Im Anbaujahr 2021 gilt:
Um zu einem fairen monatlichen Preis für die individuelle Haushaltsgröße zu gelangen gilt folgender Richtwert: Sockelbetrag von 40€ pro Familie + 25€ pro Erwachsenem + 10€ pro Kind. Wer aus Überzeugung mehr geben möchte, gibt mehr. Wer weniger geben kann, darf trotzdem mitmachen.

Zur Veranschaulichung: Das entspricht bei einer vierköpfigen Familie (110 Euro) 92 Cent pro Person am Tag. Bezahlt wird dabei nicht nur für gesunde Ernährung sondern auch für faire Entlohnung, Umwelt- und Klimaschutz und mehr. Wer weniger Ernteanteile benötigt, kann gerne weniger bestellen und einen entsprechend kleineren Betrag wählen.

Aufgrund der benötigten Planungssicherheit verpflichtet sich jeder Ernteteiler zu einer Teilnahme für das gesamte Anbaujahr (Nov-Nov).

Die Bieterrunde dient dazu, die Finanzierungszusage der einzelnen Solawi-Mitglieder zum Budget für das gesamte kommende Anbaujahr einzuholen. Mit der Abgabe eines Gebots an der Bieterrunde sagt jedes Mitglied zu, sich in Höhe des gebotenen Betrags am Jahresbudget der Anbaukosten der Solawi zu beteiligen. Das abgegebene Gebot entspricht also einer Finanzierungszusage für ein ganzes Jahr. Dafür erhält das Mitglied über das ganze Jahr verteilt wöchentlich seinen Anteil von der Ernte. 

Zu Beginn der Bieterrunde wird das Jahresbudget vorgestellt und Fragen können noch geklärt werden. Danach geht es darum die Finanzierungszusage für dieses Budget zu erreichen. Dazu erhält jedes Solawi-Mitglied ein Bieter-Formular, mit dem die individuellen und geheimen Gebote abgegeben werden. Dabei können sich die Gebote an dem Richtwert orientieren oder auch darüber oder darunter liegen. Die abgegebenen Gebote aller Solawi-Mitglieder werden anschließend addiert. Die Summe muss den zu erbringenden Betrag erreichen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine zweite Gebotsrunde erforderlich. Gelingt dies auch in der zweiten Runde nicht, müssen wir Einsparungen vornehmen. Vor der Bieterrunde bekommt ihr per Mail eine Übersicht über das errechnete Budget für das kommende Anbaujahr zugeschickt.

Der Acker für den biodynamischen Gemüseanbau liegt in Wackserhofen in der Nähe von Schwäbisch Hall.

Link zur digitalen Karte von Open Street Maps: https://tinyurl.com/SoLaWiAcker

Du bekommst Deinen Ernteanteil einmal in der Woche (aktuell Donnerstags) in den von Dir gewählten Ernteraum. Dort sind die Lebensmittel geschützt gelagert, bis Du sie abholst. Details zu den Ernteräumen findest Du auf dieser Webseite unter „Mitmachen“.

Von April bis November gibt es außerdem einen Marktstand direkt am SoLaWi Acker, wo wir das überschüssige Gemüse und Jungpflanzen auch an Nicht-Mitglieder verkaufen.

Ja. Alle Jungpflanzen für Deinen eigenen Gebrauch sind in Deinem Ernteanteil enthalten. Du kannst sie Dir Freitags beim Jungpflanzenverkauf auf dem Acker abholen.

Jeder Haushalt hat einen anderen Verbrauch. Gerne kannst du daher eine Probekiste bestellen, um Dir eine Vorstellung zu machen.

Die Menge in Deiner Kiste orientiert sich zum einen an der Größe Deines Haushaltes bzw. der Menge Deiner Ernteanteile. Zum anderen ergibt sie sich aus den Erträgen auf dem Acker, die wir in guten und in weniger guten Erntejahren in der SoLaWi gemeinsam und solidarisch verbrauchen. 

Im Sommer und Herbst gibt es reichlich Gemüseauswahl, im Winter und Frühjahr ist die Vielfalt entsprechend geringer.

Gemüse, Jungpflanzen für den eigenen Garten, vereinzelt auch verarbeitete Produkte aus der Ernte, wie zum Beispiel Sauerkraut oder Kräutersalz.

Langfristig planen wir auch den Anbau von Obst.

Die SoLawi Hall wurde im Juli 2018 von Jan und Sahra Laiblin (Landwirt und Gärtnerin) gegründet. Das Gärtnerteam um Jan und Sahra mit weiteren Gärtner*innen und Praktikant*innen sorgt für den Anbau des Gemüses.

Darüber hinaus gibt es Arbeitsgruppen, bestehend aus SoLaWI Mitgliedern, die sich in unterschiedlichen Bereichen der Solawi einbringen. 

Alle Mitglieder können außerdem je nach Zeit und Verfügbarkeit in Absprache mit dem Gärtnerteam auf dem Acker mithelfen. Jede Art der Hilfe ist sehr willkommen und bereichert die SoLaWi Gemeinschaft. 

Gerne, wenn du möchtest! Jede Person, die möchte, kann an Helfertagen auf dem Feld mitarbeiten, aber niemand muss.

Die einzige Ausnahme: die Möhrenernte – hier helfen nach Möglichkeit alle zusammen mit, die Möhren aus der Erde zu ziehen und das Grün abzudrehen. Diese gemeinsamen Tage auf dem Feld haben bisher viel Freude gemacht und sind eine schöne Gelegenheit, die anderen Ernteteiler besser kennenzulernen. Insbesondere Kinder finden die Mitarbeit auf dem Feld in aller Regel großartig.

Wir laden alle herzlich dazu ein, sich in die SoLaWi einzubringen. Nur so kann das Prinzip der Solidarität auch in der Praxis gelebt werden. Ohne die Arbeitsgruppen ist der Erhalt der SoLaWi nicht möglich, so dass eine Mitarbeit von großer Hilfe ist.

Es gibt mehrere Arbeitsgruppen, die sich um die Organisation kümmern: 
◦ Gartengruppe
◦ Verteilergruppe
◦ Kommunikationsgruppe
◦ Finanzgruppe
◦ Baugruppe

Möglicherweise wird es in Zukunft weitere Gruppen, wie etwa eine Einmachgruppe, geben. Gerne kannst Du dich in einer der Gruppen einbringen. Außerdem gibt es noch die Helfertage, an welchen man gerne auf dem Feld mithelfen kann.

Einmal im Monat findet ein Kerngruppentreffen statt. Die Kerngruppe besteht aus jeweils einer Vertretung aus den Arbeitsgruppen.

JA!

  • Der Gemüseanbau erfolgt nach biodynamischen Kriterien
  • Das Gemüse (und zukünftig Obst) entspricht der Saison und sieht so aus, wie es tatsächlich gewachsen ist
  • Es wird samenfestes Saatgut verwendet, was einen erheblichen Anteil am intensiven Geschmack hat
  • Es wird sehr großer Wert auf einen guten Boden gelegt, das wirkt sich ebenfalls positiv auf den Geschmack aus
  • Es werden keine tierischen Düngemittel (z.B. Hornmehl) aus Schlachtabfällen verwendet
  • Es werden keine Nahrungsmittel unnötig weggeworfen oder auf dem Acker belassen – dreibeinige Möhren schmecken genauso lecker
  • Die Ernte ist Produkt einer Gemeinschaft, in der ich weiß, wer gesät, gepflanzt, gepflegt und geerntet hat!

Du kannst wählen, ob du jede Woche Deinen Ernteanteil bekommst (von allem etwas), oder ob Du Dir aus dem verfügbarem Gemüse eine eigene Auswahl zusammenstellst.

Du kannst

  • Mitmachen als Ernteteiler/in
    Wir teilen uns die Ernte von unserem SoLaWi-Acker und teilen die Anbaukosten. Dazu schließt du eine „Ernteteilvereinbarung“ fürs gesamte Anbaujahr mit uns ab. So haben unsere Gärtner die benötigte Planungssicherheit.
  • Mitmachen beim Anbau
    Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich bei den landwirtschaftlichen Arbeiten zu beteiligen.
  • Mitmachen als Geldgeber
    Die SoLaWi Hall kann auch finanziell unterstützt werden, durch Spenden oder durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen für den Landkauf über die Kulturland Genossenschaft.
  • Mitmachen durch Unterstützung
    Auch unabhängig von der Erntebeteiligung kann die SoLaWi Hall durch praktische und theoretische Unterstützung aller Art begleitet werden.

In jedem Fall kannst Du Dich gern bei uns melden. Die Kontaktdaten findest Du auf dieser Webseite im Impressum.

Ja, Inspirationen für die Anbauplanung können beim Jahrestreffen geäußert werden.

Schreib uns oder ruf uns an. Die Daten findest Du im Impressum. Wir helfen Dir gerne weiter!